Stadtführungen
Die Brandenburg wurde zum ersten Mal 928/29 erwähnt, als es dem deutschen König Heinrich I gelang, bei strengem Frost die bedeutende slawische Inselburg einzunehmen. Bald darauf, wahrscheinlich schon 948, entstand auf der Burg der erste Bischofssitz östlich der Elbe, von dem aus das Slawenland christianisiert werden sollte. 983 gingen Bistum und deutsche Herrschaft beim großen Slawenaufstand unter.
Nach zahlreichen Auseinandersetzungen gelang es Albrecht dem Bären im Jahre 1157, sich in den Besitz der ihm vererbten Burg zu setzen, die von nun an immer in deutscher Hand blieb. Als Markgraf errichteten er und seine Nachkommen ein neues zusammenhängendes Herrschaftsterritorium, das nach der Burg die Mark Brandenburg genannt wurde und bis heute den Kern des Bundeslandes bildet.
Noch vor 1200 entstanden bei der Burg zwei Städte: die Altstadt und die Neustadt Brandenburg, die jahrhundertelang die bedeutendsten urbanen Zentren der gleichnamigen Mark Brandenburg waren. Jede Stadt verfügte über eigene Ratsherren, Markt, Befestigung und Kirche, eine echte Doppelstadt. 1715 ordnete Friedrich I die Vereinigung der beiden Kommunen zur „Chur- und Hauptstadt Brandenburg“ an. Die Dominsel wurde erst 1929 eingemeindet. Das seit 1990 wieder geführte Doppelschildwappen der Stadt entstand 1715 nach der Vereinigung der Alt- und Neustadt Brandenburg an der Havel. Es besteht aus den beiden Schilder der Alt- und Neustadt, die jeweils eine Burg zeigen und darüber thront die Krone, als Symbol der Vereinigung.