Ritterstraße 96
14770
Brandenburg an der Havel
Tel. 03381/584501
Fax. 03381/584504
museum@stadt-brandenburg.de
http://www.stadt-brandenburg.de/stadt-buerger/kultur-bildung/museen-gedenken/stadtmuseum/
Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag - Freitag 10.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr
Sonnabend, Sonntag, Feiertags 10.00 - 16.00 Uhr
| Preise |
p.P. Erwachsene |
p.P. ermäßigt |
| Eintritt |
€ 3,00 |
€ 1,50 |
| Gruppen (ab 10 Personen) |
€ 2,00 |
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| Familienkarte (bis 5 Personen) |
€ 5,00 |
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* Für Kinder ist der Eintritt in das Museum frei!
Das Frey-Haus
Das Hauptgebäude des Stadtmuseums in der Altstadt ist ein historisch bemerkenswertes Beispiel des Baustoff-Recyclings. Im Jahre 1722 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm I. die schon lange leer stehende Marienkirche auf dem Marienberg abtragen. Viele Steine gingen nach Potsdam und dienten dem Aufbau eines Waisenhauses. Eine ordentliche Menge blieb jedoch in der Stadt. Mit ihnen wurde im Jahre 1723 das Wohnhaus des ersten Kommandanten der legendären Langen Kerls errichtet.
Im Jahre 1922 überließ Spielzeugfabrikant Ernst Paul Lehmann dieses Frey-Haus dem Historischen Verein zur Nutzung. In der Ritterstraße konnte nun der Historische Verein endlich seine breit gefächerten Expositionen zeigen.
1939 übernahm die Stadt das Museum und baute die stadthistorische Dauerschau stetig aus. Zuletzt umstrukturiert wurde die Ausstellung Mitte der 1990er Jahre.
Heute präsentiert sich dem Besucher ein Querschnitt durch die Historie der Stadt von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Ende der DDR-Ära. Auch ein Einblick in die Flora und Fauna findet hier ihren Platz. Wechselnde Sonderausstellungen in den Kellerräumen bereichern das Angebot. Eine kleine, aber feine Schau im Hofgebäude unterstreicht Brandenburgs Tradition als Spielzeug-Stadt. Ernst Paul Lehmann hatte 1881 mit seinen Blechspielwaren den Grundstein dieses Imdustriezweiges gelegt. Ihm und auch Oskar Wiederholz, dem Erfinder des Lineols, gelang der große Wurf - Blechspielzeug und Lineol-Masse-Figuren avancierten zu Exportschalgern und fanden sich rund um den Globus in vielen Kinderzimmern wieder.
Im Frey-Haus erhalten Sie einen Überblick über die 1000-jährige Stadtgeschichte. Ab November 2009 widmet sich eine Sonderausstellung den gesellschaftlichen Ereignissen vor genau 20 Jahren.
Der Steintorturm
Der Steintorturm gehört zu den Meisterwerken der mittelalterlichen Baukunst mit einem Treppenaufgang bis hinauf zum Wehrgang. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Neustadt von Brandenburg an der Havel.
Der Steintorturm ist der Ursprung der heutigen Brandenburger Museenlandschaft. In dem 32,50 m hohen Wehrturm aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eröffnete der Historische Verein 1887 eine erste Ausstellung zur Stadtgeschichte. Doch alsbald war es in dem Backsteinbau mit einem Durchmesser von 11 m zu eng geworden. Die Historiker wussten nicht mehr wohin mit den zahlreichen Exponaten und waren froh, als sie schließlich 1922 in das Gebäude des heutigen Stadtmuseums umziehen durften. Im Turm kehrte Ruhe ein, bis er 1964 als Ort für Sonderausstellungen wieder entdeckt worden ist. Seit 1968 legten die Restaurateure immer wieder Hand an das Gemäuer, das nicht von ungefähr seit Generationen zu den beliebtesten Ansichtskartenmotiven und Ausflugszielen der Stadt gehört.
Zuletzt wurde der Turm 1992/95 saniert. Der eiserne Adler auf der Spitze konnte jedoch nicht erhalten werden und musste durch eine originalgetreue Abbildung ersetzt werden. Der vom Rost zerstörte originale Adler ist als Exponat im Turm zu sehen. Im mittelalterlichen Aussichtsturm ist außerdem eine Ausstellung zur Brandenburger Havelschifffahrt zu sehen.
Sammlung Kaiser-Reka
Was in München der Karl Valentin ist, ist in Brandenburg an der Havel Kaiser-Reka. Sowohl Vater als auch Sohn sind als Instrumentensammler und Musikartisten berühmt geworden. Viel berühmter jedoch ist die deutschlandweit bekannte und anerkannte Instrumentensammlung.
Die Sammlung Kaiser-Reka kann aufgrund mangelnder Räumlichkeiten zur Zeit leider nicht gezeigt werden. Auskunft über Verbleib und Wiedereröffnung der Sammlung erteilt das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel unter Tel.: 03381 - 584501