Fundusausstellung des Asklepios Fachklinikums Brandenburg an der Havel
Anton-Saefkow-Allee 2, Haus 23
14770 Brandenburg an der Havel
Tel. 03381/782102
www.asklepios.com/brandenburgÖffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Samstag, Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Führungen: donnerstags, nach telefonischer VereinbarungDa liegt sie nun - die Zwangsjacke sauber gefaltet und sicher hinter Glas. Vis-à-vis in der Ausstellung eine Sitzwaage, ein wuchtiger Apparat aus Holz und Metall. Eine kleine Sammlung von Münzen aus Aluminium macht stutzig wegen der drei Buchstaben "LAG". Das Kürzel steht für "Landesanstalt Görden". Bis in die 1950er Jahre hinein hatte die Landesklinik Brandenburg an der Havel, eine weitgehend von der Umwelt unabhängige Einrichtung - idyllisch im Wald gelegen und fernab der Brandenburger Wohngebiete - sogar ihre eigene Währung.
Der insgesamt geschlossene Charakter ist von der Landesklinik abgefallen wie ein böser Fluch. Es gibt die geschlossene Psychiatrie, jedoch öffnet sich die Klinik mehr und mehr in die Stadt und präsentiert sich als Krankenhaus für Neurologie und Psychiatrie.
Der insgesamt geschlossene Charakter ist von der Landesklinik
abgefallen wie ein böser Fluch. Es gibt die geschlossene Psychiatrie,
jedoch öffnet sich die Klinik mehr und mehr in die Stadt und
präsentiert sich als Krankenhaus für Neurologie und Psychiatrie.
Diese Entwicklung kann der Besucher der Fundusausstellung des Asklepios
Fachklinikums Brandenburgan der Havel - ehemals Landesklinik
Brandenburg an der Havel - die im September 2002 eröffnet worden ist,
in groben Zügen nachvollziehen. Untergebracht ist die Ausstellung in
einem Haus, das über Jahre hinweg aus den Schlagzeilen nicht mehr
herauskam. Bis zum Bezug eines Neubaus zum Jahresbeginn 2002 war im
Haus 23 der Maßregelvollzug untergebracht.
Sexualstraftäter waren es
zuvorderst, die dem in der Kaiserzeit errichteten Gebäude in den
vergangenen Jahren eine traurige Berühmtheit bescherten.
Drei authentisch eingerichtete Räume aus dieser jüngsten Vergangenheit
sind Teil der Dauerausstellung, darunter auch eine Hochsicherheitszelle
mit integrierter Toiletten-Dusche.
Die Ausstellung "Die Landesanstalt Görden 1933 bis 1945. Psychaitrie im
Nationalsozialismus" wurde am 25. Mai 2004 als Dauerausstellung
eröffnet. Diese Ausstellung erinnert an die Opfer der NS-Psychiatrie
und dokumentiert die Verbrechen, die an Patienten der ehemaligen
Landesanstalt Görden begangen wurden.