August-Sonntag-Str. 5
14770
Brandenburg an der Havel
Tel. 03381/304646
Fax. 03381/304648
stahlmuseum@aol.com
http://www.industriemuseum-brandenburg.de
Öffnungszeiten:
März - Oktober
Dienstag - Sonntag, Feiertag 10.00 - 17.00 Uhr
Führungen: 10.30 Uhr, 13.00 Uhr, 15.00 Uhr
November - Februar
Dienstag - Sonntag, Feiertag 10.00 - 16.00 Uhr
Führungen: 11.00 Uhr, 14.00 Uhr
Brennaborausstellung im Industriemuseum
Den Markennamen Brannabor gaben die Gebrüder Reichstein im Jahre 1892 ihren Fahrrädern. Anlass war die erste nationale Fahrrad-Ausstellung in Leipzig. Damals galt Brennabor noch als Name der Stadt zur Slawenzeit. Als der Stadthistoriker Otto Tschirch diesen Irrtum zehn Jahre später aufklärte, hatten die Rechsteins den Namen längst in die Welt getragen und etabliert.
Viele technische Innovationen begründeten den Ruhm der Brennabor-Werke, über Jahrzehnte Europas größte Kinderwagenfabrik und Mitte der 1920er-Jahre Deutschlands größte, bis 1927/28 zweitgrößte Automobilfabrik. Auch bei den Fahrrädern zählte das Unternehmen, das bis zu 8.000 Menschen Lohn und Brot gab, zu den Großen. Tausende von Zwangsarbeitern mussten im Zweiten Weltkrieg bei der Brennabor AG und dem Tochterbetrieb Havelwerke GmbH arbeiten. Das Ende kam mit dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945.
Die Ausstellung "Brennabor in Brandenburg", seit August 2002 im Industriemuseum zu sehen, zeigt einen Abriss der Firmengeschichte und bietet mit einer Vielzahl von Exponaten einen repräsentativen Blick über die Produktpalette. Initiiert wurde sie von den Sammlern und privaten Brennabor-Forschern der Interessengemeinschaft Brennabor, realisiert in Kooperation mir dem Industriemuseum, dem Stadtmuseum und dem Deutschen Technikmuseum Berlin. Von dort stammt die Perle der dauerhaften Ausstellung - die wahrscheinlich letzte noch existierende Brennaborette von 1908. Das motorisierte Lastendreirad war bei Brennabor das Bindeglied zwischen Motorrad und Auto.