Erziehungshilfetag 2010 des Landes Brandenburg

Am 15. und 16. September 2010 fand der 2. Erziehungshilfetag des Landes Brandenburg in der Stadt Brandenburg an der Havel statt. Circa 400 Fachkräfte des Landes Brandenburg kamen zusammen, um über die Situation der Kinder- und Jugenderziehung zu sprechen. Die Veranstaltung stand unter dem Titel: "Perspektiven der Professionen".

Videoimpressionen


Tagungsort:
Fachhochschule Brandenburg in Brandenburg an der Havel

Einführung

Die Lebenswelten der Menschen differenzieren sich stärker aus, die gesellschaftliche Schere öffnet sich weiter, die Situation derer, die auf Unterstützung zur Bewältigung ihrer Lebenslage angewiesen sind, verkompliziert sich. Folglich werden die Träger und Fachkräfte in der sozialen Arbeit mit immer komplexeren Aufgaben zur Lösung prekärer und krisenhafter Zustände konfrontiert. Besonders im Arbeitsfeld Hilfen zur Erziehung sehen sich die Fachkräfte intensiven Belastungen und ständig neuen Herausforderungen ausgesetzt. Es gilt, mit sich verknappenden Ressourcen vielschichtige Problemlagen zum Wohle von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern möglichst effektiv "in den Griff" zu bekommen. Diese Bemühungen werden gesellschaftlich vergleichsweise wenig gewürdigt und geraten meist erst in den Fokus, wenn Hilfen nicht die erhoffte Wirkung zeigen.

Für die Fachkräfte im Arbeitsfeld Hilfen zur Erziehung sind ...
Das Vorbereitungsteam beim Vorort Termin in der Fachhochschule Brandenburg

Erweiterte schriftliche Fassung des Eröffnungsvortrages...

Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Stefan Sell, FH Koblenz: Zwischen Baum und Borke?

... auf dem 2. Brandenburgischen Erziehungshilfetag
„Perspektiven der Professionen“ am 15.09.2010 in Brandenburg an der Havel.

Sell, Stefan: Zwischen Baum und Borke? Bestandsaufnahme und Perspektiven der Profession(en) in und neben der Erziehungshilfe, Remagener Beiträge zur aktuellen Kinder- und Jugendhilfe 05-2010, Remagen, September 2010

Vortrag auf Forum A: Hilfen zur Erziehung und Schule

ERZIEHUNGSHILFE BILDET!?

(Neue) Herausforderungen einer schwierigen Partnerschaft

Dr. Klaus Schorner – kobra.net/Landeskooperationsstelle
Schule – Jugendhilfe Potsdam

Neue Balancen in der Erziehungshilfe - Trends, Innovationen, Praxisbeispiele „Immer früher, differenzierter, kürzer - immer effektiver?"

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Werner Freigang, FH Neubrandenburg
(Neue) Herausforderungen einer schwierigen Partnerschaft

Die Jugendhilfe befindet sich in einer deutlichen Umbruchssituation. Die wirkungsorientierte Steuerung stellt die prognostizierten Ergebnisse, die durch die Bewilligung einer Hilfe zur Erziehung erzielt werden sollen, immer häufiger in den Vordergrund, strukturelle Problemstellungen und Ressour-cen der jungen Menschen und deren Familien werden eher zurückgestellt. Entsprechend werden die Hilfesettings als frühe differenzierte Kurzzeit-interventionen konstruiert. Dieser Trend stellt die Praxis vor enorme Herausforderungen und zwingt scheinbar alternativlos zu rasanten Anpassungsprozessen. Im Vortrag werden die Widersprüchlichkeiten dieser Entwicklung thematisiert und optionale Lösungswege aufgezeigt.

Prof. Dr. Werner Freigang, FH Neubrandenburg

Forum B: Hilfen zur Erziehung und Justiz

Vortrag: Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Justiz:
Neue sozialpädagogische und juristische Handlungsoptionen

Im Rahmen des Einführungsvortrages zum Forum werden entwicklungsorientiert Perspektiven der Arbeitsbereiche Jugendhilfe und Justiz an Hand der Bilanz „Ein Jahr FamFG" dargestellt. Neben aktuellen Entwicklungen und Entwicklungsnotwendigkeiten werden erste Erfahrungen im Umgang und der Ausgestaltung des neuen Rechts (Möglichkeiten und Grenzen) wiedergegeben und aus aktuellem Anlass Bezug auf den Stand der Debatte um das Bundeskinderschutzgesetz genommen.

Dr. Thomas Meysen, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuf) e.V.

Schlussbetrachtung aus externer Sicht: Thomas Kröter, Kölner Stadtanzeiger

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