Die Stadt und ihre Geschichte
Stadtwappen Brandenburg an der Havel
Brandenburg an der Havel ist die älteste märkische Stadt und gehörte im Mittelalter zu den politisch und wirtschaftlich wichtigsten Städten des Reiches.
Als erste Bischofstadt östlich der Elbe wurde sie 948 erstmals urkundlich erwähnt. Brandenburg an der Havel wird seit 1150 die "Wiege der Mark" genannt, denn die Stadt gab dem Land ihren Namen. Die Stadt Brandenburg besteht aus drei historischen Stadtkernen der Altstadt, der Neustadt und der Dominsel.
Sie war Ausgangspunkt wichtiger gesellschaftlicher und kultureller Impulse. Brandenburg gab vielen Städten das Stadtrecht, war Mitglied der Hanse und verfügte über die mit dem Schöppenstuhl verbundene oberste Gerichtsbarkeit. Brandenburg führt heute noch den Titel "Chur- und Hauptstadt".
Später wurde Brandenburg an der Havel zu einer der bedeutendsten Industriestädte östlich der Elbe mit einem selbstbewussten Bürger-, Arbeiter- und Unternehmertum. Brandenburger Industrieprodukte wurden in alle Welt exportiert, Brandenburger Marken waren in der Welt bekannt. Sanierte und unsanierte, genutzte und ungenutzte Industriedenkmäler in der Stadt stehen noch heute für diese Zeit. Die Stadt war seit der Industrialisierung ein wichtiger Standort der Schwerindustrie. Die metallverarbeitende Industrie prägte das Bild bis zum Anfang der 90-er Jahre, ehe gesellschaftliche Umwälzungen zum Zusammenbruch der Industrie in Brandenburg an der Havel führten.
Ein nötiger Strukturwandel wurde eingeleitet und weiter vorangetrieben. Wichtige Bausteine für die wirtschaftliche Entwicklung sind die Kultur und der Tourismus. Beide Faktoren müssen miteinander verbunden werden, so dass eine Symbiose entsteht.